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Funktionen zur Datierung von Münzen

    🏛️ Römische Ziffern - Anleitung  🔽  🔼

Grundprinzip: Die römische Zahlschrift ist ein additives System, bei dem die Werte der Zeichen (I, V, X, L, C, D, M) addiert werden. Steht jedoch ein kleinerer Wert vor einem größeren (z. B. IV oder IX), wird dieser subtrahiert.


Eingabe im Konverter:

Nutzen Sie die Schaltflächen, um die Ziffern so einzugeben, wie sie auf der Münze zu sehen sind (Eingabe von links nach rechts).

Das System führt im Hintergrund eine Normalisierung durch. Das bedeutet: Auch historische Schreibweisen, die von der modernen Standardnorm abweichen (wie "IIII" statt "IV"), werden von der Engine erkannt und korrekt berechnet.


Besonderheiten in der Numismatik:

Neuzeitliche Prägungen: Römische Jahreszahlen finden sich fast nur noch auf modernen Gedenkmünzen, Medaillen oder vatikanischen Münzen. Eine seltene spezifische Ausnahme stellt der ½ Tanga (1901) aus Portugiesisch-Indien dar; zudem bietet Portugal noch eine weitere Ausnahme bei den X (10) Centavos in der Ausgabe von 1942 bis 1969 und den XX (20) Centavos im gleichen Zeitraum.


Fehlende Null: Beachten Sie, dass das römische System keine Null kennt. Ergebnisse werden daher direkt in das indisch-arabische System übersetzt.

    🏛️ Römische Ziffern - Info  🔽  🔼
Bei den römischen Ziffern handelt es sich um eine additive Zahlschrift mit ergänzender Regel für die subtraktive Schreibung bestimmter Zahlen; die heute noch für bestimmte Zwecke verwendete Form unterlag in der Vergangenheit gewissen Schwankungen, die sich jedoch nicht auf die Feststellung von Jahresangaben auf Münzen auswirken dürften. Zudem kommt es seit der Neuzeit nur selten vor, dass römische Ziffern als Jahresangaben auf Münzen geprägt werden, von einigen Ausnahmen, insbesondere modernen Gedenkmünzen im Antik-Look, abgesehen (bezügl. Umlaufmünzen, z.B. XX Centavos aus Portugal). Eine weitere Ausnahme stellt z.B. der "Exot" ½ Tanga von 1901 aus Portugiesisch-Indien dar. Regelrecht gebräuchlich ist die Münzprägung mit römischen Ziffern allerdings noch im Vatikan, dessen Münzen bis heute die römischen Ziffern als Prägejahr aufweisen können, wie z.B. 1 Baiocco 1801 oder 1 Grosso 1701, um einige ältere Stücke zu nennen.
Die römischen Ziffern entsprechen dabei dem indisch-arabischen Zahlensystem wie folgt:

I = 1
V = 5
X = 10
L = 50
C = 100
D = 500
M = 1000
ↁ = 5000
ↂ = 10000
ↇ = 50000
ↈ = 100000

Wie auffällt, fehlt bekanntermaßen die Null; diese wurde erst später als Konzept in Indien entwickelt und gelangte durch arabische Vermittlung nach Europa. Die letzten vier Zeichen ↁ, ↂ, ↇ und ↈ für Zahlwerte von 5000 bis 100.000 spielen für die Münzdatierung keinerlei Rolle und kommen deshalb als Eingabeoption im Konverter nicht vor.








Diese Sammlung von Münz‑Datierern, Umrechnern und anderen Instrumenten zur Bestimmung des Datums / Prägejahres auf Münzen aus arabischen Ländern, Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Georgien (speziell Tiflis), Israel, Iran, Japan, Joseon und dem historischen Korea, Myanmar (Birma / Burma), Nepal, Taiwan und China bis 1949, Thailand sowie Münzen mit römischen Ziffern und weiteren Datierhilfen ist frei zugänglich, von jedermann kostenlos nutzbar und Teil von

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