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🇮🇱 Israel
Der Umrechner von hebräischen Jahresangaben, wie sie auf israelischen Münzen zu finden sind, zum korrekten gregorianischen Jahr verfolgt zwei Zwecke:
1. Selbstverständlich die korrekte Umrechnung der eingegebenen Werte in das bei uns gebräuchliche gregorianische Jahr. Dieses wird nach der Eingabe von zwei Zeichen im Feld "Ergebnis" angezeigt und zeigt stets die Umrechnung der bisher eingegebenen Zeichen, wobei selbstverständlich auch Werte vor 1948 vorkommen können - dies ist kein Fehler. In dem darunter liegenden Feld "Katalog" wird das Ergebnis minus 1 angezeigt; Sinn der Anzeige ist, das Ergebnis mit den häufigen Katalogeintragungen des Prägejahrs für israelische Münzen konform zu halten; dort orientieren sich die Angaben häufig einfach am ersten der beiden überschneidenden Jahre (vlg. dazu den Info-Text unter ℹ️ ).
2. Die Ermöglichung der korrekten Eingabe der Münzdaten genau so, wie sie auf der Münze stehen, egal ob mit oder ohne Trennzeichen und auch egal mit welchem Trennzeichen genau.
Bis auf wenige Ausnahmen liegen die Angaben des Prägejahres auf israelischen Münzen stets in dieser Form vor: התר”ך. In extrem seltenen Fällen kann das Trennzeichen dabei auch das ׳ (Geresh) anstelle des ״ (Gershayim) sein. Sollte dies der Fall sein, bietet der Rechner die Möglichkeit, das Trennzeichen durch die Auswahl des Radiobuttons von ״ zu ׳ zu tauschen und umgekehrt. Die Änderung wird nach dem nächsten Klick auf ein Zahlzeichen wirksam. Sollte das letzte Zahlzeichen schon eingegeben worden sein, so kann der Button Vorsatzfeld Final״ angeklickt werden - es erscheint das Ausgabefeld ohne jedes Trennzeichen. Danach das gewünschte Trennzeichen durch die AKtivierung des passenden Radiobuttons auswählen und den Button, der nun mit Vorsatzfeld Final״ wieder einblenden beschriftet ist, erneut klicken - es erscheint das Eingabefeld mit den bisher eingegebenen Zeichen und dem gewählten Trennzeichen.
Standardmäßig ist das Trennzeichen ״ aktiviert.
Ausnahmen: Einige Sammler- und Gedenkmünzen weisen Jahresangaben ohne das typische Trennzeichen ״ auf, häufig in der Form von bis, getrennt mit einem -. Verwirrenderweise kommt eine solche Anordnung auch auf manchen Münzen vor (z.B. die Sammlermünze 100 Lire 1967), ohne dass damit ein Zeitraum gemeint ist, sondern tatsächlich zwei Wörter oder Phrasen, die zusammen ein Motto o.ä. ergeben. Sollte sich auf einer Münze eine solche, ohne mit einem Trennzeichen versehene Jahresangabe finden, so kann für eine typographisch und historisch korrekte Eingabe das Vorsatzfeld für den ganz links stehenden Buchstaben (links vor dem ״) ausgeblendet werden. Die Zahlzeichen werden im Ausgabefeld ohne Trennzeichen aneinandergereiht und können so zur Weiterverarbeitung problemlos aus dem Feld kopiert werden. Die Ergebnisse der Jahresberechnungen werden dadurch nicht beeinflusst.
Sollte der Rechner eine völlig unsinnige Zahl liefern, so liegt entweder ein Eingabefehler vor, oder bei der eingegebenen Zeichenkette handelt es sich gar nicht um eine Jahresangabe, sondern um ein Wort oder eine Phrase; gleiches gilt für Jahreszahlen, die nach 2026) liegen (hier erfolgt eine entsprechende Programmeldung).
Hinweis: Im Gegensatz zu vergleichbaren Anwendungen auf Münzplattformen oder anderen Seiten drehen sich die hier generierten Jahresangaben, werden sie kopiert, nach dem Einfügen in ein Textfeld auf HTML-Basis (Website) nicht automatisch um, ebenso nicht in vielen Texteditoren (gilt jedoch nicht für Word u.ä.). Dies ist deshalb von Belang, weil sonst eine 1 zu 1 Eingabe der Münzdaten nicht möglich wäre.
Die sonstige Bedienung sowie der Button "Zurücksetzen" dürfte selbsterklärend sein. Die Schriftart Verdana für die Buttons mit den hebräischen Zahlzeichen wurde deshalb gewählt, weil diese der typographischen, meist schnörkellosen Gestaltung der Jahresangaben israelischer Umlaufmünzen recht nahe kommt und auf praktisch jedem System verfügbar ist.
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🇮🇱 Israel
Ähnlich wie im alten Rom und anderen antiken Kulturen werden auch heute noch in der hebräischen Schriftsprache für die Darstellung von Zahlen bzw. Zahlenreihen Buchstaben verwendet, was eine Besonderheit darstellt - eine von mehreren sogar. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass eine Zeichenkette aus Buchstaben, soll sie eine Zahl darstellen durch zwei gekennzeichnet ist, entweder dem ״ (Gershayim) oder dem ׳ (Geresh) - auf israelischen Umlaufmünzen sieht dies typischerweise so aus: תשנ”ה. Dabei können die Zeichen selbstverständlich variieren. Häufig findet sich bei Jahresangaben ein zusätzlich angehängtes ה, das "5" bedeutet und die 5000 symbolisieren soll (ein weiteres symbolisches Zeichen ist das ם, das als Zahl verstanden für die 40 steht).
Dies führt zu einer weiteren Besonderheit, nämlich dem hebräischen Kalendersystem:
Das hebräische Jahr beginnt, anders als in den westlichen Ländern üblich, im September. Dies bedeutet, dass sich nicht immer genau sagen lässt, ob das Prägejahr auf einer Münze z.B. 1990 oder 1991 entspricht, da sich das hebräische mit zwei gregorianischen Jahren, (also dem westlichen Kalender) überschneidet. Hierzu lassen sich zwei Standpunkte einnehmen: Entweder man geht vom Jahresanfang aus, der im Beispiel im September 1990 liegt - dann würde, wie in vielen Katalogen üblich, das Jahr 1990 als Prägejahr gelten. Oder man gibt dem Zeitüberhang den Vorzug und vertritt den Standpunkt, dass das Prägejahr im Großteil der Jahreszeitraums zu verorten ist, was im Beispiel 1991 wäre; letzteres erscheint zudem durchaus realitätsnäher zu sein, da aus technischen und auch ganz praktischen Gründen Münzprägungen häufig erst später im Jahr erfolgen.
Eine weitere Besonderheit liegt im Beginn der Jahreszählung an sich - diese beginnt nämlich weitaus früher als das Jahr 1 des gregorianischen Kalenders, nämlich mit der angeblichen Schöpfung der Welt im Jahr -3761 (eine Ansicht, die wissenschaftlich schon lange falsifiziert wurde, bisweilen aber noch von Strenggläubigen oder Kreationisten vertreten wird).
Eine einfache Übersetzung der als Zahlen verwendeten hebräischen Buchstaben liefert also nicht das korrekte gregorianische Prägejahr, weshalb eine Umrechnung notwendig wird.
So entspricht beispielsweise das hebräische Jahr 5715 (תשט”ו) im gregorianischen Kalender - also dem bei uns gebräuchlichen - dem Jahr 1955 (oder in einigen Katalogen 1954).
Die hebräischen Zahlbuchstaben entsprechen dabei dem indisch-arabischen Zahlensystem wie folgt:
א = 1
ב = 2
ג = 3
ד = 4
ה = 5
ו = 6
ז = 7
ח = 8
ט = 9
י = 10
כ = 20
ך = 20 (Finalform)
ל = 30
מ = 40
ם = 40 (Finalform)
נ = 50
ן = 50 (Finalform)
ס = 60
ע = 70
פ = 80
ף = 80 (Finalform)
צ = 90
ץ = 90 (Finalform)
ק = 100
ר = 200
ש = 300
ת = 400
״ = Gershayim (Zahlzeichen für Mehrbuchstaben)
׳ = Geresh (Einzelzeichen oder Abkürzung)
Anzumerken bleibt, dass, ist man im Umgang mit hebräischen Buchstaben nicht geübt, sich sehr leicht Verwechslungen ergeben können, da sich viele Buchstaben stark ähneln. Eine mehrfache Kontrolle der Daten kann deshalb bisweilen sinnvoll sein. Auch kann eine Nachkontrolle der Daten manchmal verwirrend sein, weil einige Buchstaben sog. Finalformen (vgl. Liste) aufweisen, der Zahlwert aber dem regulären Buchstaben entspricht (z.B. für die 80 regulär פ und als Finalform ף) - auch wenn es selten vorkommt, weisen einige Sammler- oder Gedenkmünzen solche Finalformen (Sofiten) auf.
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